Im Jahr 2013 standen der damalige Wehrleiter Thomas Pletsch und Thomas Jung im Raum der alten Werkstatt und betrachteten uns die Gerätschaften  welche im Jahr 1974 errichtet wurden. Uns beiden war schnell klar, dass dies nicht mehr den heutigen Normen und Anforderungen entsprach. Wer neue Atemluftflaschen benötigte lief durch alle Räume hindurch um diese beizuholen. Eine Schwarz/Weiß-Trennung war nicht vorhanden. Dies wurde in den 70er Jahren auch nicht gefordert. Die Anforderungen an die  60 Pressluftatmer, 100 Lungenautomaten, 150 Atemluftflaschen sowie 120 Atemschutzmasken die wir in der Verbandsgemeinde momentan noch vorhalten, haben sich in den 90er Jahren was Hygiene und Prüfvorschriften betrug  gravierend geändert.

So wurden Lungenautomaten vom eigentlichen Pressluftatmer getrennt und sind als eigenständige Geräte zu desinfizieren, prüfen und zu dokumentieren. Auch die Anforderungen an die nahezu 100 Atemschutzgeräteträgern sind gestiegen. Jeder der seine Befähigung zum Atemschutzeinsatz behalten möchte, muss mindestens einmal im Jahr einen Leistungstest und jährlich einen Pressluftatmereinsatz oder eine einsatzähnliche Atemschutzübung absolvieren. Demnach sind dann die 200 Übungen mit Atemschutz als unterste  Grenze anzusehen. Hinzu zu zählen sind die vielen Übungen in einem Chemikalienschutzanzug bei dem der Einsatz von Atemschutz obligatorisch ist.

Das Atemschutzgerät ist die Lebensversicherung der Einsatzkraft. Mit einem nicht funktionierenden Pressluftatmer in einem verqualmten Raum entsteht sofort eine lebensbedrohliche Situation für den  Feuerwehrmann. Die Gerätschaft muss sich deshalb in einem einwandfreien Zustand befinden. Die Prüfarbeiten sind kompromisslos durchzuführen. Abweichungen von den Prüfwerten sind tabu. Schließlich vertraut der Feuerwehrmann demjenigen der die Geräte prüft seine Gesundheit, sein Leben an. Mehr Vertrauen geht nicht.Aus diesen Gründen müssen sich auch die räumlichen Bedingungen für die anstehenden Prüfungen anpassen. Ein Anbau an den bestehenden Trakt mit jetzt neuen Räumlichkeiten. Neue Ablagetische für die Annahme und Ausgabe, neues Möbiliar für den Naß- und Prüfraum. Kontaminierte Gerätschaft getrennt von einsatzbereiten Geräten. Neue Reinigungs- und Trockungsmethoden, modernste PC gesteuerte Prüfgeräte und nicht zuletzt verbesserte Arbeitsbedingungen und verbesserten Arbeitsschutz für die Beschäftigten charakterisieren dieses Projekt.