AB_Rüst
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Fahrzeuge & Technik

AB-Rüst

Der Abrollbehälter Rüst des Landkreises Kaiserslautern der seit April 2014 in der Feuerwehr Landstuhl stationiert ist stellt eine moderne Alternative zu einem klassischem Rüstwagen dar. Er kann uneingeschränkt von beiden Trägerfahrzeugen des Landkreises transportiert werden, und steht nicht nur bei Technische Hilfe Einsätzen der VG Landstuhl sondern des gesamten Kreises zur Verfügung.

Bei Konzeption und Umsetzung standen ganz klar Großschadenslagen wie Unfälle mit LKW oder im Bereich der Bahn, die von einer einzelnen Feuerwehr nicht adäquat abgedeckt werden können im Fokus.

In dem Konzept des Landkreises Kaiserslautern deckt diese Aufgabe der AB-Rüst vornehmlich in den südwestlichen Verbandsgemeinden, der ebenfalls moderne Rüstwagen des Landkreises, der in Enkenbach-Alsenborn steht, die nordöstlichen Gebiete ab.

 

Strategisch ist er bei der Feuerwehr Landstuhl sinnvoll stationiert weil genau dort ein großes Gefahrenpotential mit dem Autobahntunnel, dem Autobahnkreuz und einer Hochgeschwindigkeits-ICE Strecke besteht und da gerade wegen dieser guten Infrastruktur benachbarte Orte im Einsatzfall schnell zu erreichen sind.

Der AB Rüst steht damit bei der Feuerwehr Landstuhl, die gerade seitens der Technischen Hilfe seit jeher einer Vorreiterrolle innehat, in einer Tradition mit dem ersten Rüstwagen im Landkreis, der 1976 beschafft wurde und damals einige bahnbrechende Neuerungen wie einen hydraulischen Rettungssatz mitbrachte, sowie dem schweren Rüstwagen (ehemals RW 2) dessen Erbe er antritt. Dabei vertritt er allerdings ein ganz neues Konzept, da er kompromisslos auf Großschadensereignisse ausgelegt ist.

Am Beispiel der Feuerwehr Landstuhl bedeutet dies, dass die meisten Technische-Hilfe Einsätze durch das Hilfeleistungslöschfahrzeug La 46 sowie den Vorrausrüstwagen La 50 in erster Linie abgedeckt werden, und nur bei entsprechenden Erfordernissen rückt der AB-Rüst nach. Vor Ort wird er abgesattelt und das Wechselladefahrzeug dadurch wieder frei für weitere Aufgaben. Die teils schwere Ausrüstung, auf Rollwägen verladen und über kleine Rampen zu entnehmen ist, kann an der Einsatzstelle leicht und ohne großen personellen Aufwand flexibel bewegt werden. Der Vorteil dieses Konzeptes gegenüber einer konventionellen Beladung aller einzelnen Geräte direkt im Fahrzeug liegt darin dass auch größere Distanzen auf weitläufigen Einsatzstellen leicht zu bewältigen sind und die Rollwägen aufgabenbezogen beladen sind. Der Abrollbehälter selbst kann auch abgesattelt über einen Generator mit Strom versorgt werden und somit auch einsatztaktisch z.B. zum Absperren oder Ausleuchten eingesetzt werden.

Gerade bei Einsätzen außerhalb der VG Landstuhl ist es unabdingbar dass auch das Feuerwehrpersonal vor Ort an den Geräten geschult ist um es im Einsatzfall auch zu bedienen. Gewährleistet wird dies vor allem durch den Truppführerlehrgang der alljährlich unter dem Dach der Feuerwehr Landstuhl stattfindet und bei dem jede/r Feuerwehrfrau/mann des Landkreises Kaiserslautern die Handhabung dieser Geräte kennenlernt. Zur Unterstützung der jeweiligen Ortswehr steht jedoch stets auch das Personal der Wehreinheit Landstuhl bereit dass gegebenenfalls unterstützend an der Einsatzstelle tätig wird.

 

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